Natürlicher Rohstoff Gold

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Gediegen Gold fasziniert die Menschheit

Der Wert und die Faszination des Goldes geht in die frühe Menschheit zurück, noch weit bevor die Goldgewinnung und der Goldabbau industriell betrieben wurde. Als gediegenes, also in der Natur vorkommendes rein chemisches Element, verfügt das Edelmetall Gold (Aurum) über hervorragende Eigenschaften. Schon unsere Vorfahren haben erkannt, das sich der natürliche Rohstoff Gold sehr gut mechanisch bearbeiten lässt und das Naturprodukt nicht korrodiert. Deshalb fertigte man schon in der Antike daraus filigransten Goldschmuck und wertvolle Goldmünzen, später dann auch Goldbarren. Das gelb glänzende Edelmetall verzauberte schon Urvölker aller Kulturen mit seinem unvergänglichen Glanz und wurde darum für die Fertigung von rituellen Gegenständen verwendet.

Strichprobe weist Feingoldgehalt aus
Strichprobe weist Feingoldgehalt aus

Herausragende positive Eigenschaften von Gold

Edelmetall lässt sich legieren

Neben diesen Eigenschaften besitzt Gold die Fähigkeit, sich leicht mit vielen anderen Metallen legieren zu lassen. Es behält und überträgt gewünschte Eigenschaften. Der natürliche Werkstoff wird jedoch durch die Legierungen deutlich günstiger. Zudem bedarf es verhältnismäßig geringer Schmelztemperaturen, um den Rohstoff Gold zu bearbeiten. Seine Echtheit und die Konzentration der Feingoldanteile kann durch diverse chemische Verfahren ermittelt werden. Eins davon ist die so genannte Strichprobe. Erste historisch belegte Goldfunde werden auf etwa 4500 Jahre vor Christus datiert. Zu den ersten, in Europa gefundenen gefertigten Gegenständen gehört unter anderem die berühmte Himmelsscheibe von Nebra. Das geschätzte Datum ihrer Herstellung schätzt man auf die Jahre zwischen 2100 bis 1700 vor Christus.

Nutzen in der Industrie & krisensicher

Heute setzt man den Rohstoff Gold nicht nur für Schmuck, Kunst und als Zahlungsmittel, sondern findet seine Anwendung auch und vor allem in der Industrie. Aurum als wertvoller Rohstoff ist also weder aus der jüngeren noch älteren Geschichte wegzudenken. Das Edelmetall erfreut sich zudem immer größere Beliebtheit zur Krisenvorsorge. Insbesondere bei sich anbahnender Wirtschaftskrise und Angst vor Inflation kaufen nicht einzig klassische Anleger, sondern auch neue Anleger Gold, Silber und Platin, um so Kapital bilden zu können, das als beständig gilt. Gold als wertvoller Bestandteil der Krisenvorsorge steht in einem hervorragenden Ruf, wenngleich sein Besitz keine Zinserträge einbringt. Dennoch gilt das Edelmetall insbesondere als krisensicher. Das dies so ist, hängt im Wesentlichen an zwei Faktoren. Einerseits der Bedarf von Gold in der Industrie, andererseits die Tatsache, dass die Rohstoffvorkommen zu großen Teilen aufgebraucht wurden und dadurch die Goldherstellung, oder besser die Goldgewinnung immer arbeits- und kostenintensiver wird. Dies ist die beste Garantie, dass der Goldpreis langfristig nur steigen kann.

Gold in der Natur

Bis ins Jahr 2010 konnten circa 19.500 Fundorte mit Goldvorkommen belegt werden. Gut 40 %  des heute bergmännisch geförderten Goldes stammen aus Südafrika, Amerika, Australien sowie Russland. Etwa 4 Gramm Gold pro 1000 Tonnen Gestein beträgt der Goldanteil in der kontinentalen Erdkruste. Es ist keine analoge Goldverteilung im Gestein gegeben. So können sich auch größere Mengen in einer Tonne Gestein befinden, während in anderen Gesteinsgebilden keinerlei Goldvorkommen nachweisen lassen. Dennoch werden pro Jahr weltweit etwa 2600 Tonnen Gold gefördert. Das Edelmetall Gold kann als primärer Rohstoff, als goldhaltiges Gestein, auch Golderz genannt, oder als gediegenes Metall vorkommen.

Gold als Nebenprodukt

Neben dem geplanten Goldabbau wird ein Großteil des Rohstoffes als Nebenprodukt der Raffination anderer Metalle gewonnen. Besonders der Abbau von Kupfer und Nickel gestallt sich häufig erst durch die nebensächlichen Goldfunde finanziell lukrativ. Zu den größten Goldlagerstätten gehört das Witwatersrand-Goldfeld in Südafrika. Dort wurden bis ins Jahr 2011 mehr als 40.000 Tonnen Gold abgebaut. Seit der Aufzeichnung der weltweiten Goldfördermenge ab 1900 ist eine kontinuierliche Steigerung die Fördermenge bis zu Beginn des 3. Jahrtausends zu verbuchen. Das europäische Goldvorkommen ist im internationalen Vergleich eher unbedeutend.

Drei Goldnuggets
Natürliche Goldnuggets

Die Goldförderung

Viele Metalle müssen durch Reduktionsverfahren aus Erzen gewonnen werden. Als gediegener Rohstoff muss das wertvolle Edelmetall nicht auf diese Weise gefördert werden, sondern lediglich mechanisch aus dem Gestein gelöst werden. Dazu werden spezielle Verfahren benötigt. Eher selten kann sichtbares Freigold als natürlicher Rohstoff gewonnen werden. Zum Freigold gehören auch Nuggets oder Goldstaub. Doch deren Vorkommen ist eher selten. Überwiegend befinden sich lediglich kleinste Goldpartikelchen in dem es umgebendes Gestein, was die Herauslösung mitunter deutlich erschwert. Zu den Gewinnungsmethoden gehört die Cyanidlaugerei sowie moderne Verfahren, bei denen spezielle Bakterien den Rohstoff Gold konzentrieren. Die bekannte Methode des Goldwaschens ist wirtschaftlich wenig lukrativ, da der Aufwand für das zu waschende Grundmaterial angesichts der Ausbeute zu groß ist. Sehr effizient ist das gängige Amalgamverfahren, das bereits in der Antike angewandt wurde. Goldhaltiger Schlamm oder Sand werden dabei mit einer größeren Menge Quecksilber vermengt, so dass das der natürliche Rohstoff Gold eine flüssige, sich vom Gestein absetzende Legierung bildet. Nach der Verdampfung des Quecksilbers bleibt das isolierte Rohgold übrig. Diese Gewinnungsform erhält die herausragenden Eigenschaften des Edelmetalls.

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