Die Krawatte – das Schmuckstück für Männer

Das modische Schmuckstück für Herren

Als Accessoire für den Mann ist die Krawatte nicht nur ein funktionales Kleidungs- sondern auch ein Schmuckstück. Neben dieser Bezeichnung werden die Accessoires für Männer häufig auch Schlips, Binder oder Langbinder genannt und es gibt zahlreiche verschiedene Modelle und noch mehr Bindetechniken und Krawattenknoten. In einigen Berufen ist sie in klassischer Form das A und O der Kleiderordnung und nicht immer lässt es der Dresscode zu, eine Krawattennadel oder eine Krawattenklammer zum Schlips zu tragen. Dieser Artikel geht der Frage auf den Grund, woher dieses traditionelle Kleidungsstück überhaupt herstammt und was es sonst noch zu wissen gilt.

Die Herkunft der Krawatte

Einer Legende nach rührt ihre Popularität von einer Truppenparade anno 1663 her, nämlich als das Schloss zu Versailles für den Sonnenkönig Ludwig XIV. sich seinerzeit noch im Bau befand. Ein kroatisches Reiterregiment soll nach der Legende bei der Parade vor dem Versailler aufmarschiert sein, die ein Stück Stoff  in Form einer Rosette oder Schleife am Kragen getragen haben sollen. Diese habe, schenkt man der Legende Glauben, mit seinem Ende über der Brust gehangen und soll ein fester Bestandteil der kroatischen Uniform gewesen sein.

Dieses erste Krawatte habe dem Sonnenkönig so gut gefallen, dass er sich dazu entschlossen haben soll, das Accessoire für Männer zu übernehmen und im Adel zu etablieren. Zur Pflege seiner Schmuckstücke wurde im Hofstaat die Stelle des Cravatiers eingerichtet, dessen Aufgabe es war, die Langbinder zu pflegen. Wie es die Gegenwart zeigt, war der Sonnenkönig mit seiner Mission äußerst erfolgreich, gehören die Binder auch heute noch zur Kleiderordnung. Accessoires wie Krawattennadel und Krawattenklammer kamen später hinzu.

Ob nun ausgerechnet diese Legende für die Berühmtheit der Krawatte verantwortlich ist, sei dahingestellt. Denn nicht nur das kroatische Reiterregiment gehörte zu den ersten Trägern frühzeitlicher Binder, sondern auch schon in 1655 trugen Deutsche und Franzosen Halsbinden, die den ersten Krawattenmodellen sehr ähnlich sind. Und sogar vom römischen Focale kennt man eine Art Urkrawatte.

Fakten zur Krawatte

Üblicherweise ist die Krawatte etwa 145 cm lang. Da die Zahl übergroßer Menschen stetig zunimmt, sind auch größenangpasste Langbinder mit 155 cm erhältlich. Meist ist das untere Ende etwa zwei- bis dreimal so breit, wie das obere Ende. Der gewählte Knoten entscheidet darüber, wie lang der Binder am Körper ausfällt. Modetrends bestimmen, wie die eleganten Accessoires für Männer gerade getragen werden.

Ab 1900 bis um 1970 galt die Regel, eine Handbreit zwischen Krawattenspitze und Schnalle des Gürtels frei zu lassen. Die Mode der 1950er Jahre schrieb besonders breite Schlipse bei kurzer Bindung vor. Man nannte diesen Trend Bold Look. Ab 1990 wurde die Spitze auf Hosenbundhöhe getragen, aktuell bleibt zwischen Spitze und Gürtelschnalle etwa 2/3 Handbreite frei. Krawattennadel und Krawattenklammer verleihen dem Binder mitunter ein besonders edles Erscheinungsbild. Betuchte tragen zu Hemd und Krawatte als Accessoires für Männer zudem auch Goldnadeln und goldene Krawattenklammern mit Diamanten oder Brillanten.

Pflege und Funktion

In ihrer heutigen Funktion übernimmt die Krawatte die Aufgabe, die Knopfleiste am Hemd zu verdecken. Um das gute Stück zu pflegen, wird der Langbinder auf einem Kleiderbügel, einem speziellen Krawattenhaken oder liegend in einer Schublade aufbewahrt. Normale werden dabei aufgerollt, gestrickte werden am besten flach ausgelegt.

Im Koffer sollten sie am besten in einer Schutzhülle transportiert werden. Krawattennadel und Krawattenklammer müssen immer separat gelagert werden, damit sie den Schlips nicht beschädigen. Auch dann kann sie gerollt, oder eventuell einmal gefaltet zwischen zwei flache Kleidungsstücke gelegt werden. Nehmen die Accessoires für Männer doch einmal Falten oder Knitter, kann man sie ins Bad hängen, wenn vom heißen Duschen die Luftfeuchte besonders hoch ist.

Eine vollständige Wäsche, gar in der Waschmaschine, ist nicht ratsam. Besser ist es, mit einem feuchten Schwamm oder Leinentuch und etwas lauwarmem Seifenwasser vorsichtig zu reinigen. Zuviel Wasser hinterlässt Flecken in der Seide. Krawattenträger sollten zur Sicherheit immer ein Ersatzstück dabei haben, um notfalls wechseln zu können. Grundsätzlich gilt: Besser keine Krawatte tragen, als eine mit Flecken oder Knittern. Da es eine Vielzahl an Krawattenknoten gibt, verweisen wir an dieser Stelle auf den Hauptartikel „Krawattenknoten“ bei Wikipedia.
„"

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.