Schmuck aus Koralle

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Koralle als Schmuck historisch etabliert

Korallen gehören als tierisches Lebewesen zur Gattung der Blumentiere oder zur Klasse der Hydrozoa. Die Koralle wächst aus so genannten Korallenbänken und besteht fast ausschließlich aus Kalzium. Korallen wurden bereits in der Antike zur Herstellung von Schmuck in Form von Amuletten verwendet. Man sagt der Koralle geheimnisvolle Kräfte zu. Sie soll vor Krankheit, Misswuchs und Blitzschlag schützen. Nach dem italienischen Volksglauben bewahrt die Koralle Kinder vor Unheil. Doch in der Geschichte lässt sich der Nachweis über die Relevanz als natürlicher Schmuck mehr als 30.000 Jahre zurückdatieren. So fand man in einer neolithischen Begräbnisstätte bereits Korallen als Grabbeigabe. Korallenschmuck harmoniert wunderbar mit Bernsteinschmuck, Perlenschmuck oder anderem Naturschmuck, da sie alle die Unendlichkeit und das Mystische des Meeres miteinander vereinen und die Weite der Natur symbolisieren.

Schmuck aus Koralle
Schmuck aus Koralle

Schmuck aus Koralle – das rote Gold aus dem Meer

Als besonders hochwertige Korallen betrachten Experten Stücke, die besonderst groß, gleichmäßig gefärbt und strukturiert sowie eine intensive Rotfärbung haben. Diese Faktoren einhergehend mit einem tiefen Farbglanz verleihen einigen Stücken die Bezeichnung Ochsenblut oder auch Moro. Doch nicht nur in Rot, sondern auch in Orange, Gelb, Blau, Lavendel, Weiß und Schwarz kommen sie vor. Als Engelshaut wird die pudrig-rosa Koralle bezeichnet, die ebenfalls sehr begehrt ist und dementsprechend teuer gehandelt wird. Insbesondere Korallen aus den japanischen Regionen wachsen in großer Vielfalt, so dass gerade von dort wundervolle Korallenarten stammen, wenngleich diese wegen eines weißen Punktes in den Zweiggabelungen im Wert gemindert sind. Sie entsprechen nicht dem makellosen Bild einer perfekten Koralle. Japanische Korallen erreichen gegenüber den Mittelmeerkorallen eine stattliche Größe.

Spiralmodell mit Andockteilen, Obsidian und Schaumkoralle, ca. 46 cm, Damen

Price: EUR 19,99

3.0 von 5 Sternen (1 customer reviews)

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Schmuck aus Koralle – Unterschiede in Farbe und Güte

Anstelle der Edelkoralle wird häufig die Schaumkoralle verwendet, da sie zu günstigeren Preisen erhältlich ist. Dass die Schaumkoralle als Wurzelkoralle in den Meeren um Japan und China aufgrund der intensiven Sonne sehr nah an der Wasseroberfläche wächst, macht sie im Abbau günstiger. Wohl durch den schnellen Wachstum hat die Schaumkoralle gegenüber der Edelkoralle deutlich weniger Masse und ist somit auch leichter. Besonders für große Anhänger oder Kugeln wird das Leichtgewicht ebenfalls sehr attraktiv. Edle Korallen bleiben in der Regel unbehandelt, jedoch werden sie auch in Harz getaucht, um so den Glanz des natürlichen Materials zu verstärken. Die Schaumkoralle hat eine natürliche Orange- bis Rotfärbung im Grundton, es gibt sie jedoch in vielen Schattierungen und Farbnuancen innerhalb dieses Spielraums. Des Weitern ist es mit mechanischen Methoden möglich, Korallen kaum merklich in ihrer Farbe zu manipulieren.

Koralle – Artenvielfalt

Weltweit gibt es geschätzte 2.500 Arten an Korallen, wobei nur wenige davon für die Schmuckherstellung verwendet werden. Gründe, warum einige Sorten nicht zur Schmuckerzeugung gebraucht werden, sind darin zu sehen, dass sie entweder nicht über gewünschte Materialeigenschaften (ausreichende Härte) verfügen oder schlicht den optischen Ansprüchen nicht genügen. Gehandelt werden sie heutzutage überwiegend im italienischen Torre del Greco und im chinesischen Hong Kong. Korallenriffe vor Sizilien, Sardinien, Kampanien, Korsika sowie vor Frankreich bringen ebenfalls größere Mengen an Schmuckkorallen auf den Markt.

Die Koralle unter Artenschutz

Doch seit vielen Jahren wissen es die meisten Menschen: Die Korallenbänke sind zunehmend vom Absterben bedroht. Korallen wachsen sehr langsam, nur wenige Millimeter pro Jahr. Eine künstliche Züchtung der Koralle ist dadurch nicht rentabel. Allerdings bestätigen Schmuckhersteller, dass diejenigen Sorten für die Schmuckherstellung überwiegend nicht geeignet sind, die unter Artenschutz stehen. Sie haben in der Regel nicht die Eigenschaften, die für Schmuck benötigt werden. Zudem soll es nicht notwendig sein, aus dem artengeschützten Bestand zu schöpfen, da ohnehin unter den ungeschützten Arten stetig neue und attraktive Korallenarten gefunden werden.

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